7. Juli: Der Alleingang, das Konzert und ein Versprechen

Bereits um 07:00 Uhr aufgestanden, da Rodorin wie ein Irrer auf seinem Notebook tippte. Er schien wohl nur 4 Stunden geschlafen zu haben und wirkte leicht im Stress wegen seines Yuzusoft Projekts. Nachdem ich mich aufrappelte, sagte er mit bedrückter Stimme: “Today, I should work on the Yuzusoft project. Can you please go alone to the Japan Expo today?

Irgendwie ahnte ich so etwas bereits am Vortag. Also packte ich alle benötigten Sachen und zog alleine los. Rodorin sagte mir, ich sollte um 18:00 Uhr wieder da sein. Es gäbe da noch eine kleine Überraschung während dem Abendessen mit den anderen Japanern.

Diesmal war ich besonders vorsichtig während der Métro-Fahrt! Vom Gare du Nord musste ich mich in die S-Bahn quetschen und sass in einer Ecke fest. Da war so eine Dame mit 4 Kindern, die während der Fahrt immer auf meine Füsse traten. Als sie das bemerkte, entschuldigte sie sich und betrachtete meinen VIP-Pass mit Erstaunen. Dann wurden die Kinder von ihr gepackt und in die andere Ecke gebeten. Endlich Platz gehabt! Viele Fahrgäste musterten mich wegen dem Pass … ob ich negativ auffiel? Hoffentlich nicht.

Als ich den Zug verliess und mich Richtung Eingang 3 machen wollte, klopfte mir jemand auf die Schulter. Oh, das war ein Japaner von der VIP-Party und er betreibte einen Stand an der Japan Expo. Wir unterhielten uns kurz über den Tagesablauf des anderen. Am Eingang verabschiedeten wir uns wieder. Er hoffte doch sehr, dass ich nächstes Jahr wieder dabei sein werde. Wird sich zeigen!

Alleine an der Japan Expo? Was habe ich noch nicht gesehen? Gab eigentlich nicht mehr vieles zu sehen. Mit Rodorin bereits einiges erkundet und trotzdem machte ich noch einmal die Runde um alle Hallen, falls ich etwas besonderes vergessen hätte …

Musste kurzerhand doch noch einmal bei Index stehen bleiben und 5 Minuten den Anime ansehen. Das Französisch war wirklich kompliziert …

NicoNico streamte schon wieder nach Japan und es wurden weitere Cosplayer, Fans etc. auf die Bühne gebeten, um gewisse Fragen zu beantworten. Diese Besucher gefielen mir am besten, weil die Shirts mit den Nicks so gut waren. Japanisch konnte von ihnen aber keiner, was die Japaner (Stream) sehr enttäuschte!

Das nenne ich doch mal ein geiles Teil für ‘nen Stand. Extrem gross, sehr umweltfreundliches Material und wahrscheinlich würde ein einziger Windstoss genügen, um dieses Häuschen umzukippen.

Gechillte Gamer! Leider wusste ich nicht recht, was sie spielten … aber es schien ihnen zu gefallen. Die sassen da über 30 Minuten, ohne ein Lebenszeichen von sich zu geben!

Das Cosplay gefiel mir! Besonders der nette farbige Schirm in Orange.

Das nenne ich mal … interessantes Gaming? Da passt sich das RL dem Spiel an!

Da konnte man sich gegenseitig verprügeln. Auch wenn die in Blau immer den Sieg davon trugen … Nein! Da konnte man einen kurzen Selbstverteidigung umsonst absolvieren.

GOOD SMILE Company. I have no money!

Moekana! @Dannychoo

Moekana2 @Dannychoo

Cosplay. Es geht weiter mit unseren Superhelfenden Elfen!

Pah-Pah-Powerrangers!

Diese Frau hat mich ernsthaft aus dem Konzept gebracht … lag wohl an ihrer Zunge.

Good afternoon, Masterchief. What’s up? Wanna go on a date with me? No? C’mon …

Cosplay Contest? Das habe ich wohl ein wenig verpatzt gehabt, aber es war nichts besonderes, auf was ich hätte warten können. Ausserdem sprachen die permanent nur Französisch miteinander …

AMV Contest-Ecke? Das war schon interessanter für meine Bedürfnisse. Aber es liefen nur AMVs nach dem anderen …

Ich machte mich auf den Weg zum Stand von Kyary Pamyu Pamyu, um mich mit ihrem “Manager” oder Kollegen zu treffen. An der VIP Party durfte ich mich mit ihm unterhalten und gestand zugleich, dass ich die Musik von Kyaru wirklich gerne höre. Er machte mir gleich klar, dass es keine Autogramme geben wird. Schade, eigentlich wollte ich meinem Kollegen DjKnux eine Signatur mitbringen … aber dafür, habe ich die Erlaubnis bekommen, als VIP in den Pressebereich während des Konzerts zu kommen. Also machte ich mich auf den Weg Richtung Konzerthalle … da spielte zur Zeit noch eine andere Band. Rock’nRoll!

Ziemlich schnell wurde dann die Bühne geräumt und Platz gemacht für Kyaru Pamyu Pamyu … Die Menge war ebenso bereit für sie und die Halle füllte sich um bestimmt 50% als zuvor. Sie schien wohl das Highlight der Live acts zu sein! Ich konnte sofort einen Spitzenplatz auf einer Lautsprecherbox belegen und hatte somit die perfekte Schusslinie mit der Kamera. Endgeil!

Ihr Auftritt war absolut genial und ich kann es mir nicht verkneifen, es öffentlich zu gestehen, aber … dieses Püppchen ist einfach süss. Besonders die Kleidung!

Nach dem Konzert eilte ich zum Ausgang der Japan Expo, um noch rechtzeitig den Anschlusszug in die Innenstadt Paris zu erwischen. Das war wohl eher schwierig, weil da waren Warteschlangen … über eine Stunde lang! Ich rief Rodorin an und erklärte ihm die Situation. Da hiess es nur: “Take a taki where you can pay with credit-card after the ride to our hotel. Daijoubu!” So geschah es dann auch …

Wir assen alle zusammen in einem nahe gelegenen Restaurant. Fischspeisen waren die Spezialität des Restaurants … weshalb ich es wieder nicht hätte bezahlen können!

Während dem Essen redeten sie über die zukünftigen Projekte, die sie miteinander anstreben. Daraufhin fragte mich ein Japaner, ob ich nicht in ihrer Industrie arbeiten möchte. Ich nickte ein wenig unsicher, erwähnte halt meinen Schwachpunkt in Japanisch. Das schien ihn völlig kalt zu lassen und er gab mir einen festen Händedruck. “If you learn Japanese intensively I’ll support you with my company. Give me a call when you’re starting your language stay in Japan. That’s a promise!” Rodorin war sehr überrascht und fragte nach, ob das nun ein japanischer Witz sei. Er war wohl selbst ein wenig unsicher. Der Japaner verneinte und schaute erst in die Runde. Dann meldete sich noch der eine President und gab mir mit auf den Weg: “They all have high expectations … do not disappoint them!” Jeder verabschiede sich und machte sich auf den Weg zurück ins Hotel …

Im Hotelzimmer unterhielt ich mich noch ein wenig mit Rodorin. Er ist positiv denkend, was meine Wünsche angeht und der Support sei von vielen Seiten bereits da. Ich solle mich einfach auf’s Japanisch lernen konzentrieren und der Rest ergibt sich von selbst. Er arbeitete dann wieder weiter am Projekt und ich setzte mich auf die faule Haut, … bis ich eingepennt war.

8. Juli: Der Abschied, die Zukunft und ein …

Ich musste bereits um 08:00 Uhr aus den Federn raus. Rodorin war bereits wach, hatte alles zusammengepackt und wartete nur darauf, dass er endlich wieder nach Hause kann. Obwohl es ja hiess, er würde im Flugzeug schlafen und dann direkt wieder ins Studio fahren, um zu arbeiten. Er ist ein typischer Japaner! Aber er arbeitet halt gerne für seine Leidenschaft … das bewundere ich sehr an ihm!

Nach dem Packen, vor der Einganshalle des Hotels, verabschiedeten wir uns. Ich dürfe mich aber auf Japan freuen, wenn ich nach Osaka ins Studio kommen darf. Ganze 3 Tage hat er für mich reserviert und noch ein paar Geschenke, die ich dann abholen darf. Mir ist es also nicht erlaubt, zu viele Sachen von Yuzusoft einzukaufen … Hab verstanden, sir!

Ausserdem versprach er mir, wenn es mit dem zukünftigen Business klappen sollte, werde ich nächstes Jahr wieder als VIP eingeladen sein. Aber dann als Mitglied von Yuzusoft und doch wieder Translator … wie dem auch sei!

Ich genoss die Zeit an der Japan Expo. Es war mein erstes Mal und ich hoffe doch, dass ich nächstes Jahr wieder die Ehre haben darf, die japanischen Kollegen begleiten zu dürfen.

Das war es mal von mir, liebe Leute. Der nächste grosse Bericht wird wohl wieder aus Japan kommen. Von der Connichi mag ich nicht ein 3. Mal berichten …

MfG euer Rayun, aka. Traducteur