Guten Nachmittag miteinander,
gerade habe ich wieder ein wenig Motivation gefunden, um ein oder zwei Beiträge zu veröffentlichen. Mir ist auch noch bewusst, dass Teil 3 der Japan Expo fehlt und ich werde diesen heute Abend veröffentlichen. Versprochen! Kommen wir aber zuerst zum eigentlichen Inhalt meines Beitrages. Der neue Reisebegleiter!
Welche Kamera passt zu mir? Was benötige ich?
Das ist wohl die Frage, die am häufigsten gestellt wird, wenn man sich eine neue Kamera kaufen möchte. Ich gehe jetzt mal davon aus, wir reden von Amateuren und keinen Profis. Die sollten natürlich wissen, was sie wirklich benötigen!
Ich habe mich in vielen Foren schlau gemacht, was zur Zeit aktuelle und besonders ausgereifte Modelle auf dem Markt sind. Gleich zum Vorab, ich fotografiere mit Nikon DSLR’s und meine Ausrüstung (Objektive) ist ebenso von / für Nikon. Seit 3 Jahren bin ich mit dem Nikon-Menü befreundet und könnte nicht mehr ohne. Auch wenn ich damals im 2009 eher zur Konkurrentin Canon tendierte …
Neu auf dem Markt ist gerade die D800 im FX-Format (36,3 MP CMOS) und ich war sogar sehr interessiert an dem Megapixel Beast, aber der Preis für solch eine professionelle Kamera ist hoch. Mir wurde ebenso davon abgeraten, weil ich mit anderen Kameras günstiger davon kommen könnte, die meine Bedürfnisse allemals decken. Diesen Megapixel-Krieg wie ihn manche nennen, verwirrt die unerfahrenen Fotografen oder Einsteiger. Wenige sind ja noch der Überzeugung, dass alleine die hohe MP-Anzahl ein gutes und scharfes Bild ausmacht. Jeder von uns weiss, dass das absoluter Quatsch ist.
Am besten macht ihr euch einmal Gedanken, was die Kamera für Eigenschaften (Sensor, Video, ISO, Messfeler, Format, Speicherplätze) oder Werte besitzen muss, damit ihr eure Fotos wie gewünscht knipsen könnt.
Ich habe für mich folgende Liste erstellt, nach der ich mich schlussendlich richten konnte bei der Kamerawahl:
- Hohen Shutter speed für schnelle Motive (Serienbilder)
- Hohe Anzahl Messfelder (Verfolgung, Scharfstellung)
- Viele Einstellmöglichkeiten und Profile (Manuell)
- Compact- und SD Kartenfach (Sicherung)
- Videoaufnahmefunktion (LiveView)
- Handling und Griff für meine langen Finger (Gehäuse)
- Robustes Gehäuse (Reisen)
Da ich kaum Abends oder Nachts unterwegs bin, war mir der ISO-Wert nicht besonders wichtig. Aber mir ist bewusst, dass es bei schlechten Lichtverhältnisse von Vorteil wäre. Ebenso war es mir egal, ob ich mit einem DX- oder FX-Format fotografiere. Beide Formate haben ihre Vor- und Nachteile bei der Fotografie. Hier ein guter und verständlicher Bericht dazu: Hennigarts
Die Nikon D300s im DX-Format
Ich kannte die D300s schon, war mir aber dazumals unsicher, ob ich mit solch einer Profi-Kamera nicht überfordert wäre. Für die D5000 entschied ich mich schlussendlich im 2009, weil diese für Einsteiger wie geschaffen war. Gute Bildqualität, Messfeldsteuerung, HD-Video, viele Motivprogramme und ein leichtes Gehäuse. Aber heute nach 3 Jahren war ich bereit für etwas Neues …
Die Nikon D300s hat mir wirklich zugesprochen, auch in beinahe allen Punkten, die ich für meinen idealen Reisebegleiter benötigte. Selbst der Fachhändler betonte, dass diese Kamera ausgereift sei und immer noch ambitionierte Fotografen mit ihr arbeiten. Für den Preis von umgerechnet 1400 Euro für die Kamera, Batteriegriff, Compact Flash, 2. Akku und UV-Filter, kein schlechtes Angebot. Mir gefällt’s!
Datenblatt Nikon D300s:
CMOS-Bildsensor im DX-Format mit 12,3 Megapixel
Serienaufnahmen mit 8 Bildern/s bei Verwendung des optionalen Multifunktionshandgriffs MB-D300
ISO 200 bis 3.200: Erweiterbar aufwärts bis zu ISO 6.400
Bildverarbeitungs-Engine EXPEED mit 14-Bit-A/D-Wandlung und Bildverarbeitung mit 16 Bit für feinste Tonwertabstufungen
AF-System Multi-CAM3500FX mit 51 Messfeldern
Direktauslösung mit einer Einschaltzeit von nur 0,13 s und einer Auslöseverzögerung von 45 ms
3-Zoll-VGA-LCD-Monitor mit 920.000 Bildpunkten
Intuitive Ergonomie mit optimierten Tastenpositionen für schnelle und komfortable Handhabung
Zubehör der Nikon d300s:
SanDisk Compact Flash Ultra 16 GB (60MB/s)
SanDisk SD Extreme Pro 8 GB (45MB/s)
MB-D10 Batteriegriff
Die Fotos von der neuen Nikon D300s sind von meiner jetzt alten Nikon D5000 gemacht worden. Das Nikkor 35mm 1.8G ist ein absolutes Must Have!
Ausserdem verkaufe ich ab sofort meine Nikon D5000 für nur 400 Euro inkl. allem Zubehör und sie ist immer noch in sehr gutem Zustand. China-Batteriegriff und 2. Original Akku ist dabei!
Ich werde heute noch ein wenig mit dem neuen Reisebegeleiter rumspielen und einige Einstellungen testen, bevor ich damit richtig anfange zu fotografieren. Gibt noch so manch gute Tutorials auf amerikanischen Seiten, die ich bisher nicht gelesen habe. Ist nämlich schon eine gewaltige Umstellung von Automatikprogrammen plötzlich alles selbst in die Hände zu nehmen!
Bis die nächste Japan-Reise beginnt, geht es ja noch 5 Monate …
Welche Kamera benutzt ihr eigentlich? Warum genau dieses Modell und was ist für euch wichtig?
Es grüsst, euer Rayun












Kommentare (10)
miau (0)
Unregistrierter Benutzer
ich überlege selbst seit einigen wochen, welche DSLR es als nächstes wird. ich hab meine canon eos 400d nun schon seit bald 5 jahren und mich seitdem doch etwas weiterentwickelt. dennoch will ich wieder eine allrounderin, da ich gerne stillleben, makro, architektur, street und fotos unter schlechten lichtverhältnissen (unter anderem nacht) mache. bis auf die blenden und belichtungsautomatik sind mir die restlichen automatikmodi tabu, da sie zwar gute bilder, aber nie genau das liefern, was ich gerade haben will. demnach will ich mir auch selbst eigene modi programmieren können.
meine anforderungen sind:
- mehr MP; oft kritisiert, aber die lächerlichen 8MP bei der eos 400d stören (bei UWW fotos 8mm +1,6 crop gewaltig
- crop sensor, wegen bestehenden objektiven
- lagesensor (bei UWW ist es extrem schwer die waagerechte zu finden bzw zu halten, auch mit stativ)
- mehrere kreuzsensoren und ein schneller AF (street, veranstaltungen mit bewegtem shit wie akrobatik, sport)
- genaue definition der verwendeten messfelder und wenig bevormundung bei der bedienung (stillleben, makro, portrait)
- annehmbares bildrauschen bei höheren iso werten (available light, street)
- schnelle einschaltzeit
- hohe serienbildgeschwindigkeit
- semiprofessionelles robustes gehäuse (eos 400d ist teilw. unhandlich klein für meine finger, aber leider auch angenehm leicht)
ich glaube ich hab mein baby bei der canon eos 7d gefunden, scheint die schwester zur d300s zu sein, werde aber auf die 7d Mark II warten, die im dezember erscheinen soll.
Rayun (491)
Administrator
Kann ich sehr gut verstehen. Nach 5 Jahren kann man sich ein Update erlauben, besonders bei der schnellen Entwicklung unserer heutigen Technik und den neuen Möglichkeiten der DSLRs.
Mit der Canon 7d Mark biste sicher gut bedient! Danke für deinen Kommentar.
miau (0)
Unregistrierter Benutzer
bist du mit dem 28-300 zufrieden? in vielen foren wird der untere brennweitenbereich bei diesen brennweiten-alleskönnern als unbrauchbar beschrieben. die einen sollen einen unschärfebereich haben und die anderen mutieren zu vignettierungsmonstern.
ich decke mit 8mm, 18-55mm kit, 50mm 1:1,8 und 55-250mm eigentlich alles ab und bin trotzdem unzufrieden.
grad bei ausflügen und events, bei denen man nicht immer in der ersten reihe stehen kann, hab ich das permanente bedürfnis zwischen 50mm mit optimalem bokeh und tele zu wechseln
dat dilemmasituation
Rayun (491)
Administrator
Ich bin bisher mit dem 28-300m zufrieden, wenn ich den Telezoom wirklich brauche. Erst ab 100mm benutze ich das Objektiv. Für 10-24mm habe ich ein Tamron Weitwinkel, ab 35mm ein 1.8G Objektiv und das nette Stück zwischen 35-100mm sollte dann Ende August angeschafft werden. Wahrscheinlich ein 17-55mm von Tamron mit 2.8 durchgängiger Lichtstärke.
Deine Kombis sind ausserdem sehr gut!
miau (0)
Unregistrierter Benutzer
das tamron 10-24…
mein bürokollege in der arbeit ist auch begeisterter hobbygraph, er hat ein solches (bin mir nicht sicher, aber ich glaube sogar genau dieses). als ich ihm mein 8mm in die arbeit mitgenommen hab um es ihn mal ausprobieren zu lassen, hat er sein WW-zoom verkauft.
grund dafür ist die arge verzerrung am bildrand rechts und links und die bildschärfe allgemein. die leute am rand sehen aus als würden sie 200 kilo mehr wiegen, als sie eigentlich haben.
das 17-55 ist eine tolle sache für natur, landschaft und architektur, sicher auch für street, leider kann man damit aber nichts “heranziehen”, was in naher entfernung ist.
ich war die letzten 3 tage auf einem straßenfest mit vielen dutzend künstlern und über 200.000 besuchern und bin mit meinem 50mm unterwegs gewesen. das tele ist um welten zu dunkel und das kit schafft bei 55mm mit f5,6 absolut keine freistellung (und wie gesagt keinen wirklichen zoomvorteil).
jedes mal, wenn jemand neben mir stand und zwischen 3 köpfen und 5 armen noch was mit einem allround zoom rausholen konnte war ich ein stück mehr frustiert.
vielleicht überlegst du’s dir nochmal. gerade bei urlauben und “unterwegs” fotos hat man nicht immer die gelegenheit das objektiv zu wechseln und scheißt auf schöne fotos, weils einfach nicht geht oder man nicht für ein einziges motiv wechseln will.
Canon EF 24-70mm 1:2.8 1650€
Canon EF 24-105mm 1:4,0 1000€
my jimmies are really rustled
Templa (918)
Administrator
Ich bin jetzt doch ein wenig buff! Ich erinnere mich stark an deine Worte “Vollformat …” und “D800″. Daher bin ich jetzt doch etwas überrascht. Dennoch scheint dein neues Spielzeug um einiges besser zu sein als der Vorgänger. Für regelmäßiges Fotografieren ist es das einfach wert. Ich bin immer noch am schauen, eine anständige Kamera-Laptop Tasche zu finden … Hatte da schon was in Aussicht von Lowepro, mal sehen. Ich bin ja kein Nikonnutzer, aber ich muss ehrlich sagen: Ich sehe keinen Unterschied zwischen Nikon- und Canonfotos. Es sind beides wohl die besten Hersteller für gute Arbeitsgeräte, die einfach nur richtig bedient werden müssen. Ich denke, man folgt einfach seinem ersten Produkt, wenn man mit diesem gut zurecht kam. So bin ich halt bei Canon-Kameras geblieben, um mich nicht umgewöhnen zu müssen.
husan93 (78)
Editor
Ich verwende seit nun gut 5 Jahren meine Fujifilm FinePix S100FS, welche eine sogenannte “Halb-DSLR” ist, da sie ähnliche Funktionen, sowie Aussehenn hat, jedoch alles komplett Digital abläuft. Als Kompaktkamera verwende ich eine ältere Fujifilm Kamera und für zwischendurch mein Handy (aber nur für Schnappschüsse). Meine allererste Digitalkamera von Sony war damals anno 2003 ein Spitzenmodel und zeigt auch Heute noch gute Fotos, mit den richtigen Einstellungen.
Ich hab die Finepix S100FS damals zu 50% weniger bekommen, der Originalpreis zum damaligen Zeitpunkt lag bei 1200 CHF. Aus heutiger Sicht hat die Kamera logischerweise die ein oder andere Schwäche, wie zum Beispiel Serienaufnahmen, welche abhängig von der Schreibgeschwindigkeit der SD-Karte ist. Ebenso fehlen Lagesensor, abnehmbares Objektiv (fest verbaut: f=7.1mm – 101.5mm, vergleichbar mit 28 – 400mm auf einer 35mm Kamera) und so weiter.
Einer der grössten Schwächen war und ist, auch bei heutigen Kameras, der vollautomatische Modus. Wie immer fokussiert sie den falschen Punkt oder wählt am liebsten eine viel zu hohe ISO (meistens 200 oder 400). Rayun muss anscheinend mit seiner Nikon D5000 auch im Automatik fotografiert haben, den die ISO lag bei einem Foto auf 1600. ^_^ Deswegen fotografiere ich nur noch im Manuellen, bei dem man zwar viele Einstellungen kennen und entsprechend bedienen können muss. Manche werden mir nun widersprechen, aber mit ein bisschen Geschick und auch ohne Hilfe von Photoshop und Co. schafft man auch mit dieser alten Kamera noch sehr gute ansprechende Fotos. Deswegen sehe ich für mich persönlich keinen Grund, meine Kamera in die Tonne zu treten.
Was mir wichtig an einer Kamera wichtig ist, habe ich wohl mit den fehlenden Funktionen an meiner bereits gesagt. Die vermisse ich zwar, aber es geht auch ohne. Und wer jetzt denkt, ich habe noch nie eine DSLR in der Hand gehabt, der kennt ich nicht. ;-)
Rayun (491)
Administrator
Das mit der ISO 1600 kam bestimmt von den Automatik-Motiven. Ein Grund mehr, warum ich nun alles manuell einstellen möchte! Ist jetzt alles kein Problem mehr.
CampingHero (0)
Unregistrierter Benutzer
Netter Kauf Eroge-sama.
Ich nutze die D5100, weil du mir damals Nikon schmackhaft gemacht hast und ich die Kamera damals ausprobieren konnte im Shop. Da sie mir recht gut gefile hab ich zugegriffen. Komme damit super klar und werde so schnell zu keiner anderen marke greifen, auch wenn ich bisher nur ein 18-155 Objektiv besitze
miau (0)
Unregistrierter Benutzer
ich beende mein dilemma diese woche…
…und kaufe eine canon 6D und ein gebrauchtes 70-200 2,8 USM, wenn mein fotofachhändler wieder eins in den fingern hat.
wieso mein schwenk von 7D zu 6D. von ultra-speedy-APSC-Monster zu Landschafts-, lowlight-, Portrait- Body?
nun ich hab lange gegrübelt, viel fotografiert und meine gewohnheiten nach jeder session reflektiert.
vllt schreib ich ja einen beitrag :D