Heute gibt es mal etwas für euch, das ich mir aus meinem studentischen Geldmangel überlegt habe: Einen selbstgemachten Dakimakura-Body, der superknuddelig ist! *.*

Einige werden sich jetzt sicher fragen, wieso ich einen Daki-Body basteln will, wenn ich doch schon einen haben und sowieso nur einen Bezug. Aus nur einem einzigen Grund: Mein Dakimakura ist mit Mikroperlen gefüllt und dadurch sehr schwer. Zum Anlehnen ist es gut, zum Kuscheln weniger, vor allem für mich schwache Shoujo ;) Zudem war ich sehr begeistert von der Flauschigkeit von Sonoshee’s Dakimakura beim vergangenen Treffen, dass ich mich entschloss, mir auch so eins zu besorgen.
Da ich aber wie eingangs erwähnt chronisch knapp bei Kasse bin, bin ich schon vor einiger Zeit auf die Idee gekommen, meine Nähskills auszubauen, indem ich mir also ein supergroßes Kissen nähe. Inklusive der schiefen Blicke meiner Mutter und meiner Oma, was ich damit will ~_~

 

Zu Beginn eine “Zutatenliste”, ihr braucht also:

- Nähmaschine (falls nicht vorhanden gehen auch Nadel und Faden, dauert aber dann länger ^^)
- Nähfaden in weiß, Stecknadeln, Maßband o. Zollstock
- eine Stoffschere (5€ bei Ikea, reicht völlig aus. Aber schneidet never ever Papier mit eurer Stoffschere, das macht sie stumpf!)
- einen günstigen hellen Baumwollstoff (min. 1×1,5m), entweder aus der Restekiste in der Stoffabteilung oder ein alter Bettbezug tut es auch (er muss nicht schön sein, darf sogar Fehler    haben, man sieht ihn ja später eh nicht mehr)
- günstige, flauschige Kissen mit Polyesterfüllung (ich habe 2 40x80cm Kissen vom Penny benutzt, vom Preis her war der 2er Pack bei unter 20€)

 

Ausführung:
Zu Beginn müsst ihr Platz schaffen auf eurem Fußboden und den Stoff darauf ausbreiten. Da mein Stoffstück recht groß war (ca. 2,5×1,6m), habe ich mir das genaue Ausmessen erstmal gespart und zu einem einfachen, aber sehr hilfreichem Trick gegriffen: Das alte Daki auf den Stoff gelegt, umgeklappt und abgeschnitten.

 

Wenn ihr ihn neu gekauft habt, solltet ihr in vorher waschen und bügeln, damit ihr später keine Überraschungen erlebt, solltet ihr das Kissen mal waschen wollen.


Wenn ihr dann den groben Zuschnitt gemacht habt, geht es an die Feinarbeit. Bewaffnet euch mit Messinstrument, Schere und Stecknadeln und messt den Stoff auf die gewünschten Maße aus. In diesem Fall also 1×1,5m bzw. 0,5×1,5m, weil wir uns eine Naht sparen, indem wir den Stoff längs falten. Vergesst nicht, etwa 2cm Nahtzugabe am Rand zu lassen. (Wobei es nicht unbedingt schlimm ist, wenn das Kissen etwas kleiner ist, nur größer sollte es nicht sein, sonst passt euer Bezug ja nicht mehr drauf ^^)


Sieht doch schon fast aus, wie ein Dakimakura, oder? Als nächstes steckt ihr eine kurze und die lange Seite rechts auf rechts (sollten Flecken auf dem Stoff sein, müssen sie JETZT außen sein, später sind sie dann innen) mit Stecknadeln fest. Das ist meiner Meinung nach die nervigste Aufgabe, aber je besser gesteckt, umso weniger verrutscht der Stoff beim Nähen. Es soll dann in etwa so aussehen:

Bevor ihr mit dem Nähen anfangt, schafft Platz auf eurem Tisch und wenn ihr wollt bzw. nicht so geübt seid, gerade zu nähen, malt euch mit einem Filzstift eine Hilfslinie auf (natürlich mit dem Lineal oder dem Maßband!). Davon habe ich jetzt kein Bild gemacht. Wenn ihr ein bisschen schmiert dabei, ist es nicht schlimm, da wir den Stoff nach dem Nähen ja umdrehen. Ist alles vorbereitet, näht ihr die festgesteckten Seiten zu. Aber Vorsicht! Manche Nähmaschinen mögen es gar nicht, wenn man über Stecknadeln drüber näht, also zieht sie nacheinander raus. An Anfang und Ende mit dem Rückwärtsstich mehrfach nähen, damit die Naht nicht wieder aufgeht.
Wenn ihr das gemacht habt, dreht ihr das Kissen auf rechts.

 

Dann könnt ihr auch gleich sehen, ob ihr schief genäht habt und nochmal alles auftrennen müsst. Aber hoffen wir mal, dass das nicht passiert.
Jetzt ist alles bereit zum Füllen. Schnappt euch die gekauften Kissen und entledigt sie ihrer Füllung. Wie ihr die Kissen öffnet, ist euch überlassen, ob mit Schere, Nahtauftrenner, Sprengstoff… Wenn ihr das Innerste freigelegt habt, ist es die einfachste (und sauberste) Methode, das Kissen in den Bezug zu stecken und es auszuschütteln. Das wiederholt ihr, bis ihr die gewünscht Flauschigkeit erreicht habt (wenn ihr es fester mögt, könnt ihr die Füllung eines dritten Kissens benutzen). Danach wird es etwas knifflig, denn wenn es schön aussehen soll, kann man die dritte Seite nicht einfach so zunähen wie die anderen beiden Seiten, sondern muss sich etwas einfallen lassen. Ich habe mir an der offenen Seite also etwas Platz geschaffen und die Ränder nach innen geklappt und festgesteckt. So kann der Stoff an dieser Seite immerhin nicht ausfransen.


Dann müsst ihr die Seite wie gehabt zunähen. Aber diesmal ohne Hilfslinie, orientiert euch einfach am Nähfuß, der sollte genug Abstand zur Kante einhalten, damit das Kissen auch ordentlich geschlossen ist. Da das Kissen jetzt natürlich ein ganzes Stück schwerer ist, wird es schnell passieren, dass es vom Tisch rutscht, während ihr näht. Schafft euch Abhilfe, indem ihr euch was neben den Tisch stellt, womit ihr es abstützen könnt. Einen Stuhl, ein Tischchen, ein sklavisch ergebenes Familienmitglied oder… eine Kleiderpuppe, falls ihr allein zuhause seid.

Wenn ihr die letzte Seite zugenäht habt, schüttelt das Kissen ein bisschen auf, um die Füllung richtig zu verteilen und zieht euren selbstgebastelten Dakimakura-Body an. Fertig!


Rei gefällt es wohl sehr gut, so wie sie es sich bequem gemacht hat.

 

Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig inspirieren und bedanke mich für die Aufmerksamkeit!

P.S. Die Bilder habe ich mit meinem Xperia Play gemacht, weil meine Digicam mal wieder verschwunden ist. Also nicht über die mangelnde Qualität wundern.